Produktion 2012/2013

Das Erbe der Narren
Das Stück Das Erbe der Narren Oder: Die Spielverderber Von Michael Ende Zum Inhalt 12 Menschen treffen in einem vor Reichtum strahlenden Palast aufeinander. Keiner kennt den anderen. Und doch sind alle eingeladen, hier eine Erbschaft anzutreten. Niemand weiß, wer der Erblasser ist. Dennoch täuschen sie einander vor, mit ihm bekannt gewesen zu sein. Ein Notar händigt jedem Erben seinen Erbanteil in Form eines Zettels aus, dessen Beschriftung keinen Sinn ergibt. Bevor das Erbe angetreten werden kann, ist eine Bedingung zu erfüllen: Alle Zettel müssen zusammengelegt werden, sodass die Botschaft des Erblassers im Ganzen erkenntlich wird. Kaum aber halten die Erben ihre Anteilszettel in Händen, beginnt das gegenseitige Misstrauen, Intrigen werden gesponnen, Vorteile berechnet, Missgunst und Gier nehmen überhand und steigern sich zu einer allzumenschlichen Komödie, die im Chaos ihr Ende findet. Nicht nur die menschliche Würde sondern auch der prachtvolle Palast verliert während der Handlung kontinuierlich an Glanz und wird letztlich zu einem verdorbenen, ausweglosen Gefängnis für die zerstrittenen Erben. Mit diesem bisher nur wenig bekannten Bühnenstück ist Michael Ende eine meisterhafte, mystische Groteske gelungen. In puren Glauben an ihre eigene Aufrichtigkeit, ihre Integrität, ihre in Unschuld gewaschenen reinen Hände, lässt Michael Ende seine Figuren Dinge tun, die ebenso grausam wie lächerlich gegen jede menschliche Würde verstoßen. Gut geblickt - bis ins Innerste, und gut beschrieben - bis zum Äußersten. Ein echter Michael Ende. Die Inszenierung In der Buchbearbeitung von Martin Herrmann wurde dieses Stück von Michael Ende einiger “ältlicher” Scherze, einiger “umständlicher” Abschnitte und einiger Schreibweisen beraubt, die so heute ihren Sinn und Zweck nicht mehr erfüllen könnten. Durch die Regie von Martin Herrmann wurde die äußerst aufwändige, letztlich von keiner Bühne durchführbare Ausstattung und Technik des Stückes auf das Machbare reduziert. Die Grundidee seiner Inszenierung ist es, die Schauspieler, die gerade nicht agieren, als marmorne Statuen sichtbar im Bühnenhintergrung zu belassen. Denn gerade der sukzessive Verfall dieser Statuen ermöglicht es dem Zuschauer, den mystischen Verfall des gesamten Palastes nachzuvollziehen. Sobald eine Statue vom Podest steigt und zum Schauspieler wird, der in seine Rolle schlüpft und in die Szene tritt, kann der Zuschauer auf der Bühne miterleben, was sich sonst hinter dem Vorhang abspielt. Mit diesem Kunstgriff ist es dem Regiesseur einerseits gelungen, dem Zuschauer einen etwas tieferen Einblick in die Theaterwelt zu gönnen, und andererseits ist der Ausstattung dieses Ende-Stückes eine unsägliche Menge an Requisiten, Dekorationen, Bühnenbild und      Martin Herrmann Kostümen erspart. Denn nur mit so reduziertem Aufwand ist es möglich, dieses wunderbare Stück auf eine Bühne zu bringen und mit ihm auch auf Tournee zu gehen. Die Aufführungen 2. November 2012 (Premiere) Schwäbische Waldhalle, Wüstenrot 3. November 2012 Schwäbische Waldhalle, Wüstenrot 16. November 2012 Limpurghalle/Kernersaal, Gaildorf 23. November 2012 Hildthalle, Weinsberg 11. Januar 2013 Festhalle, Murrhardt 18. Januar 2013 Theater im Alten Schlachthaus, Schwäbisch Hall 25. Januar 2013 Schwalbenflughalle, Großerlach/Grab 1. Februar 2013 Alte Kelter Löwenstein
Das Erbe der Narren (2012-2013)
DASKleineWeltTHEATER…von hier (2016)

Produktion 2012/2013

Das Erbe der Narren
Das Erbe der Narren (2012/2013)
Das Stück Das Erbe der Narren Oder: Die Spielverderber Von Michael Ende Zum Inhalt 12 Menschen treffen in einem vor Reichtum strahlenden Palast aufeinander. Keiner kennt den anderen. Und doch sind alle eingeladen, hier eine Erbschaft anzutreten. Niemand weiß, wer der Erblasser ist. Dennoch täuschen sie einander vor, mit ihm bekannt gewesen zu sein. Ein Notar händigt jedem Erben seinen Erbanteil in Form eines Zettels aus, dessen Beschriftung keinen Sinn ergibt. Bevor das Erbe angetreten werden kann, ist eine Bedingung zu erfüllen: Alle Zettel müssen zusammen- gelegt werden, sodass die Botschaft des Erblassers im Ganzen erkenntlich wird. Kaum aber halten die Erben ihre Anteilszettel in Händen, beginnt das gegenseitige Misstrauen, Intrigen werden gesponnen, Vorteile berechnet, Missgunst und Gier nehmen überhand und steigern sich zu einer allzumenschlichen Komödie, die im Chaos ihr Ende findet. Nicht nur die menschliche Würde sondern auch der prachtvolle Palast verliert während der Handlung kontinuierlich an Glanz und wird letztlich zu einem verdorbenen, ausweglosen Gefängnis für die zerstrittenen Erben. Mit diesem bisher nur wenig bekannten Bühnenstück ist Michael Ende eine meisterhafte, mystische Groteske gelungen. In puren Glauben an ihre eigene Aufrichtigkeit, ihre Integrität, ihre in Unschuld gewaschenen reinen Hände, lässt Michael Ende seine Figuren Dinge tun, die ebenso grausam wie lächerlich gegen jede menschliche Würde verstoßen. Gut geblickt - bis ins Innerste, und gut beschrieben - bis zum Äußersten. Ein echter Michael Ende.
Die Inszenierung In der Buchbearbeitung von Martin Herrmann wurde dieses Stück von Michael Ende einiger “ältlicher” Scherze, einiger “umständlicher” Abschnitte und einiger Schreibweisen beraubt, die so heute ihren Sinn und Zweck nicht mehr erfüllen könnten. Durch die Regie von Martin Herrmann wurde die äußerst aufwändige, letztlich von keiner Bühne durchführbare Ausstattung und Technik des Stückes auf das Machbare reduziert. Die Grundidee seiner Inszenierung ist es, die Schauspieler, die gerade nicht agieren, als marmorne Statuen sichtbar im Bühnenhintergrung zu belassen. Denn gerade der sukzessive Verfall dieser Statuen ermöglicht es dem Zuschauer, den mystischen Verfall des gesamten Palastes nachzuvollziehen. Sobald eine Statue vom Podest steigt und zum Schauspieler wird, der in seine Rolle schlüpft und in die Szene tritt, kann der Zuschauer auf der Bühne miterleben, was sich sonst hinter dem Vorhang abspielt. Mit diesem Kunstgriff ist es dem Regiesseur einerseits gelungen, dem Zuschauer einen etwas tieferen Einblick in die Theaterwelt zu gönnen, und andererseits ist der Ausstattung dieses Ende-Stückes eine unsägliche Menge an Requisiten, Dekorationen, Bühnenbild und Kostümen erspart. Denn nur mit so reduziertem Aufwand ist es möglich, dieses wunderbare Stück auf eine Bühne zu bringen und mit ihm auch auf Tournee zu gehen.
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