Pressestimmen

Die Heilsbringer & Co
Haller Tagblatt 19.09.2018
DASKleineWeltTHEATER…von hier (2016)
Die Religion der Wölfe
von Andreas Dehne
Der „KCR“-Kämpfer (Volker Schäfer), der Großinquisitor (Timo Köhler) und Bettina Kamischke.
© Foto: Andreas Dehne
Mit einem bitterbösen Stück über religiösen Fanatismus provoziert „Das kleine Welttheater ... von hier“ im Haller Theaterkeller sein kleines Publikum. Jesus kommt auf die Erde. Schön dargestellt durch eine Kerze, die auf der Bühne entzündet wird. Musik erklingt. „Er erweckt ein siebenjähriges Mädchen, das zu Grabe getragen wird“, ertönt es aus dem Off. Er lässt Blinde wieder sehen. Der Großinquisitor (Timo Köhler) des „Konsequent Christlichen Reiches – KCR“ lässt Jesus von einem „KCR“-Kämpfer (Volker Schäfer) in Ketten werfen. Spärliches Publikum Das Stück „Die Heilsbringer&Co“ (Buch und Regie Martin Herrmann) beginnt mit dem einseitigen Verhör einer Kerze. „Du störst.“ Ein Schuss fällt und die Kerze erlischt. Es ist kein leichtes Stück, mit dem das spärliche Publikum am Premierenabend im Theaterkeller konfrontiert wird. Die Gedanken des IS und anderer religiöser Fanatiker werden mit den christlichen Werten vermischt. Das sehr sprachgewaltige und wortorientierte Stück zeichnet einen Fanatismus auf, der jede noch so menschlich gemeinte Religion, Idee oder Philosophie auf einen Irrweg bringt, der in die absolute Unmenschlichkeit führt. Waffen bilden die Autorität der beiden Protagonisten. Sie stellen ihre religiöse Befreiungstheorie einem Publikum vor, aus dem heraus es von einzelnen Personen (Katharina Vogt, Konrad Schnell und Markus Weber) immer wieder harte Widersprüche und prophetisch anmutende Antworten gibt. „Wer ohne Macht ist, muss ein Wolf sein. Mit jedem kleinen Schaf, das der Wolf reißt, wird er größer, stärker und überzeugender. Irgendwann wird es schwierig, sich ihm entgegenzustellen.“ Das Frauenbild des „KCR“ symbolisiert die einzige Frau auf der Bühne. „Hat du Lust, Bruder?“ Bettina Kamischke putzt, macht Handarbeiten und liegt den Brüdern nicht nur zu Füßen. „Gottes Wort ist einfach, klar und verständlich. Auch heute noch. Warum also mit der Zeit gehen?“ Die Strafen für Vergehen sind einfach: Steinigung, Kreuzigung oder Enthauptung. „Eine Sklavin kann nicht vergewaltigt werden.“ Eindrücklich inszeniert Wer sich auf eine Vorstellung des mutigen und herausfordernden Stückes einlässt, muss so einiges an verbalen Zumutungen aushalten können. Das sehr gelungene Ineinander-Drehen der unterschiedlichen Formen des religiösen Fanatismus macht betroffen und schmerzt. Das überraschende Ende im fiktiven Jahr 2218, sehr unerwartet und eindrücklich inszeniert, und doch nicht wirklich neu. Die Aufführung ist wie angekündigt: „Keine leichte Kost, nichts zu lachen, aber viel zum Nachdenken.“ 
Haller Tagblatt 20.09.2018
Die “Heilsbringer” treten in Aktion
von Kurt Hinz
© Foto: Kurt Hinz
Timo Köhler (links) und Volker Schäfer setzen sich mit der komplizierten Materie des Extremismus auseinander.
Martin Herrmann feiert mit seinem neuen Stück Premiere. Dabei geht es um die Auswirkungen von Fanatismus am Beispiel des „Islamischen Staates“ auf unseren Alltag. Donnerstagabend in der Kulturscheune auf dem Riegenhof bei Mainhardt. Noch einige letzte Einstellungen an der Technik und es kann losgehen mit der letzten Probe zu „Heilsbringer & Co.“, dem neuen Theaterstück aus der Feder von Martin Herrmann. Herrmann ist in der Schauspielszene kein Unbekannter, ist er doch unter anderem Autor des Freilichttheaterstückes „Die Räuber vom Mainhardter Wald“. „Heilsbringer & Co.“ bedient sich des realen religiösen Fanatismus des Islamischen Staates (IS) und dessen Auswirkungen in unserem geordneten und regulierten Alltag, beschreibt Herrmann sein aktuelles Werk. Extremer Fanatismus einerseits und dessen Gegenpol, die blinde Überheblichkeit andererseits, versucht der Autor in seinem Stück überdeutlich darzustellen. Keine vergnüglicher Stoff, der da auf die Zuschauer zukommt. Aus diesem Grund wird es zu Beginn der Aufführung eine Einführung durch Helga Luithle und Martin Herrmann geben. Drei Akte ohne Pause Das Stück wird in drei Akten und ohne Pause gespielt. Zunächst spielt es in der Gegenwart. Die Heilsbringer, das sind die Kämpfer um den Großinquisitor des fiktiven Konsequenten Christlichen Reiches (KCR), werben um neue Kämpfer für ihre Sache und stellen sich dem Dialog mit der Gesellschaft. Im letzten Akt wird die Handlung in die Zukunft verlegt und zeigt die Auswirkungen 200 Jahre später. Keine leichte Theaterkost. Auch keine einfache Aufgabe für die Akteure vom „Das kleine Welttheater  … von hier“. In dem Ensemble wirken erfahrene Amateurschauspieler mit, die sich dennoch entschlossen haben, sich einer solchen Herausforderung zu stellen. Bei der Inszenierung des Stückes setzt Herrmann, der auch die Regie führt, auf die Wirkung von drei Ebenen. Einmal das Geschehen auf der Bühne und Videoeinblendungen sowie Stimmen aus dem Publikum durch Mitglieder des Ensembles. Das sind Volker Schäfer, Timo Köhler, Bettina Kamischke, Katharina Vogt, Konrad Schnell, Markus Weber, Helga Luithle und Martin Herrmann. Herrmann und das komplette Ensemble sind gleichermaßen gespannt, wie das Stück beim Publikum ankommen wird und werden sich nach Beendigung jeder Aufführung gerne den Fragen des Publikums stellen.

Pressestimmen

Die Heilsbringer & Co
Haller Tagblatt 19.09.2018
Die Religion der Wölfe
von Andreas Dehne
© Foto: Andreas Dehne
Der „KCR“-Kämpfer (Volker Schäfer), der Großinquisitor (Timo Köhler) und Bettina Kamischke. Mit einem bitterbösen Stück über religiösen Fanatismus provoziert „Das kleine Welttheater ... von hier“ im Haller Theaterkeller sein kleines Publikum. Jesus kommt auf die Erde. Schön dargestellt durch eine Kerze, die auf der Bühne entzündet wird. Musik erklingt. „Er erweckt ein siebenjähriges Mädchen, das zu Grabe getragen wird“, ertönt es aus dem Off. Er lässt Blinde wieder sehen. Der Großinquisitor (Timo Köhler) des „Konsequent Christlichen Reiches – KCR“ lässt Jesus von einem „KCR“-Kämpfer (Volker Schäfer) in Ketten werfen. Spärliches Publikum Das Stück „Die Heilsbringer&Co“ (Buch und Regie Martin Herrmann) beginnt mit dem einseitigen Verhör einer Kerze. „Du störst.“ Ein Schuss fällt und die Kerze erlischt. Es ist kein leichtes Stück, mit dem das spärliche Publikum am Premierenabend im Theaterkeller konfrontiert wird. Die Gedanken des IS und anderer religiöser Fanatiker werden mit den christlichen Werten vermischt. Das sehr sprachgewaltige und wortorientierte Stück zeichnet einen Fanatismus auf, der jede noch so menschlich gemeinte Religion, Idee oder Philosophie auf einen Irrweg bringt, der in die absolute Unmenschlichkeit führt. Waffen bilden die Autorität der beiden Protagonisten. Sie stellen ihre religiöse Befreiungstheorie einem Publikum vor, aus dem heraus es von einzelnen Personen (Katharina Vogt, Konrad Schnell und Markus Weber) immer wieder harte Widersprüche u nd prophetisch anmutende Antworten gibt. „Wer ohne Macht ist, muss ein Wolf sein. Mit jedem kleinen Schaf, das der Wolf reißt, wird er größer,stärker und überzeugender. Irgendwann wird es schwierig, sich ihm entgegenzustellen.“ Das Frauenbild des „KCR“ symbolisiert die einzige Frau auf der Bühne. „Hat du Lust, Bruder?“ Bettina Kamischke putzt, macht Handarbeiten und liegt den Brüdern nicht nur zu Füßen. „Gottes Wort ist einfach, klar und verständlich. Auch heute noch. Warum also mit der Zeit gehen?“ Die Strafen für Vergehen sind einfach: Steinigung, Kreuzigung oder Enthauptung. „Eine Sklavin kann nicht vergewaltigt werden.“ Eindrücklich inszeniert Wer sich auf eine Vorstellung des mutigen und herausfordernden Stückes einlässt, muss so einiges an verbalen Zumutungen aushalten können. Das sehr gelungene Ineinander-Drehen der unterschiedlichen Formen des religiösen Fanatismus macht betroffen und schmerzt. Das überraschende Ende im fiktiven Jahr 2218, sehr unerwartet und eindrücklich inszeniert, und doch nicht wirklich neu. Die Aufführung ist wie angekündigt: „Keine leichte Kost, nichts zu lachen, aber viel zum Nachdenken.“ 
Haller Tagblatt 20.09.2018
Die “Heilsbringer” treten in Aktion
von Kurt Hinz
© Foto: Kurt Hinz
Timo Köhler (links) und Volker Schäfer setzen sich mit der komplizierten Materie des Extremismus auseinander.
Martin Herrmann feiert mit seinem neuen Stück Premiere. Dabei geht es um die Auswirkungen von Fanatismus am Beispiel des „Islamischen Staates“ auf unseren Alltag. Donnerstagabend in der Kulturscheune auf dem Riegenhof bei Mainhardt. Noch einige letzte Einstellungen an der Technik und es kann losgehen mit der letzten Probe zu „Heilsbringer & Co.“, dem neuen Theaterstück aus der Feder von Martin Herrmann. Herrmann ist in der Schauspielszene kein Unbekannter, ist er doch unter anderem Autor des Freilichttheaterstückes „Die Räuber vom Mainhardter Wald“. „Heilsbringer & Co.“ bedient sich des realen religiösen Fanatismus des Islamischen Staates (IS) und dessen Auswirkungen in unserem geordneten und regulierten Alltag, beschreibt Herrmann sein aktuelles Werk. Extremer Fanatismus einerseits und dessen Gegenpol, die blinde Überheblichkeit andererseits, versucht der Autor in seinem Stück überdeutlich darzustellen. Keine vergnüglicher Stoff, der da auf die Zuschauer zukommt. Aus diesem Grund wird es zu Beginn der Aufführung eine Einführung durch Helga Luithle und Martin Herrmann geben. Drei Akte ohne Pause Das Stück wird in drei Akten und ohne Pause gespielt. Zunächst spielt es in der Gegenwart. Die Heilsbringer, das sind die Kämpfer um den Großinquisitor des f iktiven Konsequenten Christlichen Reiches (KCR), werben um neue Kämpfer für ihre Sache und stellen sich dem Dialog mit der Gesellschaft. Im letzten Akt wird die Handlung in die Zukunft verlegt und zeigt die Auswirkungen 200 Jahre später. Keine leichte Theaterkost. Auch keine einfache Aufgabe für die Akteure vom „Das kleine Welttheater  … von hier“. In dem Ensemble wirken erfahrene Amateurschauspieler mit, die sich dennoch entschlossen haben, sich einer solchen Herausforderung zu stellen. Bei der Inszenierung des Stückes setzt Herrmann, der auch die Regie führt, auf die Wirkung von drei Ebenen. Einmal das Geschehen auf der Bühne und Videoeinblendungen sowie Stimmen aus dem Publikum durch Mitglieder des Ensembles. Das sind Volker Schäfer, Timo Köhler, Bettina Kamischke, Katharina Vogt, Konrad Schnell, Markus Weber, Helga Luithle und Martin Herrmann. Herrmann und das komplette Ensemble sind gleichermaßen gespannt, wie das Stück beim Publikum ankommen wird und werden sich nach Beendigung j eder Aufführung gerne den Fragen des Publikums stellen.